Casa Georgius Krauss © 2016 All Rights Reserved Terms and Conditions
Georgius Krauss

Georgius Krauss ist eine prominente historische und kulturelle Persönlichkeit, der zugeordnet wird die Chroniken Schäßburgs und die Geschichte Siebenbürgens geschrieben zu haben.

Der Name des Gasthauses kommt von dieser Persönlichkeit, die in diesem Haus gelebt hat, weshalb im Erdgeschoss des Gästehauses eine Ausstellung mit diesem Thema vorzufinden ist.

Georgius Krauss wurde am 17. September 1607 in Hermannstadt geboren und starb am 26. Januar 1679 in Schäßburg. Er war ein sächsischer Notar und Chronist in Siebenbürgen. Sein Name wird sowohl Georg Krauss wie auch Georg Kraus geschrieben.

gk.png

Um ihn von seinem gleichnamigen Sohn (Georg Krauss der Jüngere) zu unterscheiden, wird er manchmal auch als der Alte Georgius Krauss genannt. Als Nachfahre einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie aus Nürnberg, studierte er ab 1622 in Cluj, ab 1624 in Sibiu, und ab 1626 an der Universität von Straßburg, gefolgt im Jahr 1627 vom Studium in Wien. Anschließend hat er für eineinhalb Jahre die Kurse der Fakultät für Rechtswissenschaften in Padua belegt.

Nach einer langen Reise in Italien, kam er bis nach Malta. Im Jahr 1631 kehrte er in seine Heimatstadt Sibiu zurück, mit dem Anliegen Handel mit der Walachei zu betreiben. Erst im Jahre 1646 kam er als Notar nach Schäßburg, wo er bis zu seinem Lebensende blieb, und machte in dieser Zeitspanne mehrere Reisen zum königlichen Hof. Er vertrat die Stadt Schäßburg in der Staatsversammlung und entwarf die wichtigste siebenbürgische Chronik des siebzehnten Jahrhunderts "Siebenbürgische Chronik", welches die Geschichte Siebenbürgens zwischen 1608 bis 1655 behandelt. Die Chronik gilt als eine wichtige Quelle der Geschichtsschreibung, denn es enthält viele Ereignisse, an welchen der Autor persönlich teilnahm. Er ist auch derjenige der, zusammen mit Johannes Tröster, sich ausschließlich auf die letzten zehn Jahren des XII. christlichen Jahrhunderts bezieht, mit Hinweis zur Gründung der mittelalterlichen Siedlung Schäßburg.

Zu seinen Werken zählen:

Auch blieben seine Manuskripte erhalten:


Einbringen

Das Gasthaus "Casa Georgius Krauss" steht in der mittelalterlichen Burg von Schäßburg, und passt sich harmonisch zu den historischen Wahrzeichen des Ortes, an. Die besonders interessanten, wichtigsten kulturellen und touristischen Sehenswürdigkeiten sind die Katholischen Kirche in der Nachbarschaft, der zentrale Marktplatz, das Rathaus und der Stundturm (Uhrturm) von Schäßburg.

Das, aus dem Jahre 1600 datierende Gebäude ist ein historisches Denkmal, mit Wert als Kulturerbe eingestuft NS-II-m-A-1540 und in der UNESCO-Liste enthalten. Diese Anerkennung wurde auch in der deutsche Woche im Jahr 2007 als "400 Jahre Georgius Krauss" gefeiert, und durch eine Gedenktafel auf dem Gebäude markiert.

Das Restaurieren und Umfunktionieren des Gebäudes in ein Gasthaus hatte als Ziel erstklassige Unterkunft- und Dienstleistungsbedingungen zu schaffen, in einer Atmosphäre die spezifisch für die durchlebten Zeiten ist, und von den Originalbauelemente ausgestrahlt wird, von der Struktur (Bögen, Dachstuhl, Hohlräume), bis hin zu der Wandmalereien, den Fresken, der bemalten, hölzernen Kassettendecke, usw.

Das Gasthaus gehört zu der Kategorie der Boutique-Hotels; die 9 Zimmer, das Restaurant mit 45 Sitzplätzen, die Bar mit 25 Sitzplätzen, der Tagungsraum und die Terrassen, ragen durch das besondere Design und den Small-Luxury Details und Service (Modernisierung, Diversifizierung und Spezialisierung) hervor.

Die Persönlichkeit des Gasthauses wird von den 9 Zimmern unterstützt, die 20 Gäste unterbringen können. Jedes Zimmer ist einzigartig aus der Sicht des Ambientes, das durch die Möbel, deren Volumen und Design erzielt wird.

Das Spezielle wird auch von den Massivholz-Möbeln reflektiert, die handgefertigt und -geschnitzt sind und zum Teil in Italien hergestellt wurden. Im Gasthaus sind Unikat-Möbelstücke, Möbel mit Intarsien und Kronleuchtern des renommierten italienischen Unternehmens Murano Luce, zu finden.

Die Liebe zum Detail und zum erhöhten Komfortniveau der Gäste ist auch in der Einrichtungsweise der Badezimmer sichtbar. Diese sind mit Granit und Travertin ausgelegt, jedes Badezimmer ist einzigartig seiner Oberfläche und der Anlagen, und die meisten sind mit Fußbodenheizung und Badewanne ausgestattet .

STYL5759.jpg MG_6529.jpg Renovierung Georgius Krauss

Bei der Gründung des Gasthauses wurde auch die Geschichte des Hauses und die Zugehörigkeit zum Weltkulturerbe in Betracht gezogen, und es wurde bemerkt dass das gewerbliche Potential schon vorhanden ist weil sich das Gebäude gegenüber der Römisch-Katholischen Kirche befindet, in der Nähe vom Schuhmacher Turm, auf derselben Straße mit dem Schindeln-Haus, nämlich in der Nähe einiger der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der mittelalterlichen Schäßburg.

Zu den ersten Maßnahmen der Unternehmens zählt die Absicht, den wahren Wert des Gebäudes in die Geschichte der Stadt ein zu führen, dieses ist bereits am Äußeren des Gebäudes sichtbar, durch eine Gedenktafel, die von der Gemeinde mit dem Anlass der Feier "400 Jahre Georgius Krauss" während der Woche der Deutschen Kultur in Schäßburg, 28.05 - 03.06.2007 angebracht worden ist.

Diese Anerkennung kam wie ein natürlicher Schritt, wenn man bedenkt dass das Denkmal als Kulturerbe MS-II-m-A-15840 eingestuft ist.

Bereits bei der Gründung des Unternehmens im Jahr 2006, als die historischen Studien und Forschungen rund um das Gebäude vertieft worden sind, haben deren Ergebnisse die Notwendigkeit ergeben, den öffentlichen Charakter der erhaltenen Situation auszuschöpfen.

Diese Ziele wurden in Restauration und öffentliche Transparenz durchgesetzt, verbunden mit kulturell-historischen Tourismus, um eine Atmosphäre zu schaffen die spezifisch ist für den Zeitraum der hervorgerufen werden möchte.

Die Vision des Boutique-Hotels "Casa Georgius Krauss" ist es, das Gasthaus in das touristischen Programm von Rumänien, insbesondere Siebenbürgen, einzuschreiben, die Umwandlung dieses Kapitals in einem touristischen Zielort von hoher Qualität, die den EU-Standards für Tourismus-Produkte und Dienstleistungen entsprechen, und die nachhaltige Entwicklung im Sinne von Umwelt-und Tourismus-Sektor, in einem Entwicklungsrhythmus der besser ist als bei anderen Urlaubszielen in Europa.

So erfolgte die Sanierung, Restaurierung und Umgestaltung des Gebäudes, um ihre Aufgaben als Gasthaus zu erfüllen. Es wurde eine wahrheitsgetreue Rehabilitation erzielt, demnach wurden die jüngsten, wertlosen Interventionen entfernt, die dem historischen Bauwerk strukturell, hydrologisch, mikrobiologisch oder funktionell schädlich sind.

Der Aufbau des Gasthauses ist folgender: im Untergeschoss, ein 45 Plätze Restaurant, Küche und technische Bereiche; im Erdgeschoss, Empfangszimmer, Frühstücks- / Konferenz-Raum mit einer Kapazität von bis zu 40 Plätzen, Büro, Gepäckabstellkammer und Tresor, ein 30 Plätze Café; im Obergeschoss 3 Doppelzimmer mit eigenem Bad und ein Zimmer mit einer Kapazität von bis zu 4 Personen, auch mit Bad, im Dachgeschoss 5 Doppelzimmer mit eigenem Bad.



Georgius Krauss Haus

Teil des UNESCO-Welterbes, trägt das Gasthaus "Casa Georgius Krauss" in der aktuellen Erscheinung das Bild das in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts vervollständigt worden ist. Doch angesichts der Geschichte der Stadt und den Beispielen aus der Nachbarschaft, ist es verständlich, dass das Denkmal schon von viel früher existiert, auf jeden Fall vor dem siebzehnten Jahrhundert; die in LMI/04 erwähnte Datierung ist ein bestimmtes Betriebsdatum durch das damalige Bewohnen von dem Chronisten Georgius Krauss. Nachdem die angeblichen Veränderungen zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts nur annähernd sind, erhielt die Fassade seine heutige Form in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, wie ein 1880 erstelltes Bild beweist. Das Gebäude befindet sich auf der Westseite, am nördlichen Ende der Bastion-Straße, an der Hausnummer 11. Der Name der, in der nördlichen Hälfte der Stadt gelegen Straße, ist offensichtlich damit verbunden dass in diesem Gebiet, während des siebzehnten Jahrhunderts, eine Bastion erbaut worden ist. Vorher, zwischen 1948 - 1969 hiess die Straße "Oituz", zwischen 1924 - 1948 "Şanţului", und der historische Name ist "Schanzgasse", auch dieser verbunden mit den Verteidigungseinrichtungen, präziser mit einem Verteidigungsgraben vor dem Artilleriebastion. Im Süden grenzt das Gebäude mit dem Haus Kootz und im Westen mit dem Zapotofski Haus.

Das großräumige Haus (Unter-, Erd- und Obergeschoss) wurde aus Ziegelsteinen gebaut, auf einem kleinen, rechteckigen Grundstück, am unteren Ende der Straße, gegenüber der Romanisch-Katholischen Kirche. Weil der Boden eine Neigung hat, ist das Erdgeschoss in Richtung der NO Fassade stärker angehoben und hat ein Teiluntergeschoss. Das Gebäude mit Umriss in "L"-Form hat einen Zugang für Fußgänger von der Bastion-Straße, durch den schmalen Flur von der linken Seite des Gebäudes, und eine Zufahrtsstraße von der Kloster-Straße, vonseiten des Parks zwischen Kirche und Schuhmacher Turm. Der Eingangsflur ist mit Wölbungen mit doppelter Krümmung versehen, mit Blendsäulen und mit Doppelbögen.

Im alten Denkmalblatt, in 1963 erstellt, ist die Beschreibung des Erdgeschosses folgende: "Der Gang ist mit einem Schuppen und einem Innenhof verbunden, der Letztere hat Zugang zu den Zimmer im Erdgeschoss, eins davon ist mit einer verputzten Holzplanke bedeckt, zwei haben Tonnengewölbe mit Durchdringungen und eines hat ein einfaches zylindrisches Gewölbe. Das Obergeschoss ist mit verputzten Holzplanken bedeckt". Die Lage ändert sich im Laufe der Zeit, so dass die Topographie der Denkmäler aus Siebenbürgen, das gleiche Erdgeschoss wie folgt darstellt: "Im Erdgeschoss sind drei gedeckte Zimmer, in Richtung der Straße, mit Zugang aus dem Flur, und zwei in Richtung Innenhof, mit Zugang von diesem".

Die Treppe zum Obergeschoss befindet sich am Ende des Flurs, außerdem kommunizieren die fünf Räume auch über dem, im Innenhof befindlichen Laubengang. Die einfachen Fassaden mit horizontalen Rillen sind im Erdgeschoss mit Putz ausgeführt, im Obergeschoss aber mit abgesetzten Plaketten. Hauptsächlich unterscheiden sich innerhalb der Burg folgende Arten von Häuser, den Aufeinanderfolge der historischen Etappen entsprechend: Turmhaus, Kompaktgrundriss, Haus mit kurzer Straßenfassade, einfaches, einachsiges Haus. Das Gasthaus aus der Bastion-Straße zählt zu den Häusern mit Kompaktgrundriss, dh. Häuser mit 2-2 Achsen und kurzer Straßenfassade. Diese Art von Gebäude nimmt ein kompaktes Volumen ein. Im Keller werden, in der Regel halb-kreisförmige Steingewölbe erhalten und manchmal sind Spuren von früheren Holzplaketten zu finden, und auf den höheren Ebenen befinden sich die Wohnräume oder Werkstätte. Diese Art scheint die älteste zu sein und setzt voraus dass eine direkte Zufahrt von der Straße oder ein Seitenzugang am Anfang gefehlt haben.

In der zweiten Hälfte des vierzehnten Jahrhunderts und vor allem im fünfzehnten Jahrhundert beginnt die vertikale Entwicklung und in der ersten Hälfte des nächsten Jahrhunderts, wahrscheinlich auch in Verbindung mit den königlichen Verordnungen um 1513 (wenn unter anderem eine Steuerbefreiung eingeführt wurde für alle die in die Entwicklung der Burghäuser investieren) erfolgt der Ausbau der Häuser auch im öffentlichen Raum, vor allem innerhalb des Burgmarktes.

Dies zeigt, dass schon seit der zweiten Hälfte des vierzehnten Jahrhunderts, die Burg ihr Grundstückpotential für den Wohnungsbau aufgebraucht hat, die Existenz des Hauses Nummer 11 somit verwirklicht hat, so dass das halb-kreisförmige Gewölbe im Keller der einzige Zeuge dieser Etappe ist. Im siebzehnten Jahrhundert geschieht das dramatischste Ereignis in der Geschichte der Burg - das große Feuer von 30. April 1676. In nur 6 Stunden zerstört die schrecklichen Katastrophe drei Viertel der Stadt. Nach diesem düsteren Ereignis wird das Denkmal "Georgius Krauss-Haus" in einer Form wiederaufgebaut, die sich bis irgendwann in der neunzehnten Jahrhundert erhält. Das älteste Bild des Hauses könnte eines sein, dass in einem Gemälde erscheint, welches im "Brukenthal"-Museum in Hermannstadt gehalten wird. Auf 1630 datiert, zeigt das Gemälde, auf ihrer rechten Seite, neben der Franziskaner Kirche, ein weiß gestrichenes, einstöckiges Gebäude.

Angesichts der bestehenden Analogien, kann davon ausgegangen werden, dass, nach dem großen Brand, das "Georgius Krauss Haus" Änderungen an der Fassade durchmacht; diese wird weiß gestrichen und mit verschiedenen braun farbigen Motiven verziert, und an den Ecken werden Bosse nachgeahmt. Anschließend der Katastrophe von 1676, musste das Haus auch noch die Erdbeben von 1681, 1701, 1738 (der stärkste bekannte) und 1834  durchmachen, oder die Feuer von 1713 (als fast alle Häuser der Burg den Flammen zum Opfer fallen), von 1778 (als 80 Häuser verbrennen, was mehr als ein Drittel der Stadt  ausmacht - die Folge ist dass es verboten wird Häuser mit Schindel und Stroh zu decken).

Alle diese Ereignisse haben teilweise oder in vollem Umfang die Widerstandsstruktur des Gebäudes beeinflusst und vor 1880 erhält das Bauwerk das heutige Erscheinungsbild.

hol mansarda (2).jpg